Wir leben hier nun seit über 20 Jahren auf dem Dach und haben noch nie so einen facettenreichen Monat erlebt. Zuerst frühlingshaft zu Beginn schlug das Wetter um in bis zu - 8 Grad und dies über
Tage hinweg. Der klirrende Frost hielt wochenlang und meine Kübel und Töpfe wurden zu blankem Eis. Nun kamen die Amseln, wie lange nicht und freuten sich über die Zieräpfel, so lecker und
weich.
Dann plötzlich warme Momente mit einer ersten Tasse Kaffee bei + 14 Grad in der Sonne. War das schön. Umringt von einem zeternden Amselvolk, die jetzt wohl brüten. Weiß nur noch nicht wo. Dann
kam der wundervolle Schnee bis sich alle Töpfe verloren, die Lichter am Abend schöner als an Weihnachten waren und ich mich einfach nicht satt sehen konnte. Der Dachgarten tauchte in
all dem weiß unter, bildete wärmende Insel und verlor sich in der Landschaft. Magisch schön.
Und wie immer lasse ich lieber meine Bilder sprechen. Sie sagen oft mehr aus als tausend Worte. Transportieren die Botschaften einer wundervollen, lebendigen, natürlichen Welt, die auch ohne uns lebt. Sich ständig verändert und oft schwer hat. Aus der Balance kommt und trotzdem nicht aufgibt.
Eine Natur, die für uns nicht nur Heimat, Geborgenheit, Heilung, Lebensfreude, sondern auch Lehrmeisterin sein darf, wenn wir es zulassen und ihrer Geschichte lauschen, die da sagt:
Alles ist möglich, alles ist im Wandel, es braucht das Loslassen, sonst ist kein Raum für neues.
















































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